Die frühen Jahre der Landesarbeitsgemeinschaft Jugend fotografiert und filmt NRW e.V.
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Im Jahre 2000 schlossen sich die Landesarbeitsgemeinschaften Fotografie und Film und Bild+Form zur LAG Kunst und Medien zusammen. Der Bereich Fotografie kann dabei in diesem Jahr auf eine mehr als 54jährige Geschichte zurückblicken. Ein Dank gilt daher den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen und den Ministerien für Jugend, in NRW ohne deren Förderung dies nicht möglich gewesen wäre. Wie der Name des zuständigen Ministeriums, so wurde auch die LAG mehrfach umbenannt (LAG Jugend photografiert und filmt NRW e.V.. LAG Fotografie und Film NW e.V., LAG Kunst und Medien NRW e.V.).
Begonnen hatte es alles 1956/1957 als Fachvertretung Photographie der im Landesjugendring zusammengeschlossenen Jugendverbände. Geburtshelfer war damals das photokina-Büro mit Prof. Gruber und die Bundesarbeitsgemeinschaft Photographie. Zu den Preisverleihungen der Fotowettbewerbe der Landes- und der Bundesarbeitsgemeinschaft auf der photokina kamen zu den ersten beiden Jahren 1956 und 1958 noch der damalige Bundespräsident Heuss und Bundes- und Landesminister für Jugend. Zahlreiche berühmte Fotografen haben an Wettbewerben und Workshops teilgenommen. Zu nennen wären hier u.v.a. Thomas Höpker*, Christa Peters, Adolf Clemens, Horst H. Baumann, Florian-Michael Neusüss, Jürgen Hebestreit, Dirk Reinartz. |
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Seit diesen Anfangstagen hat sich unglaublich viel verändert. Inzwischen ist mit geradezu atemberaubender Geschwindigkeit die Technik vorangeschritten. Internet und Digitalfotografie waren nicht mal zu erahnen und haben die Fotografie gründlich verändert. Heute ist nimmt der Erwerb der Medienkompetenz eine unbestrittene Schlüsselrolle in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ein. |
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1954 wurden auf der photokina in Köln erstmals Ergebnisse eines Fotowettbe-werbs für Jugendliche präsentiert. Der Wettbewerb stand unter dem Thema: „Jugend photo-graphiert“. Er hatte unter der Schirmherrschaft des Bundesinnen-ministers Dr. Gerhard Schröder Welt-premiere. Bundespräsident Professor Dr. Theodor Heuss zeichnete die Preisträger persönlich aus. Während nur vier Wochen Wettbe-werbslaufzeit waren 3200 Photos einge-gangen; die Wertmaßstäbe hatten die Jugend-lichen durch einen neuen Blick selbst gegeben. Die folgenden Ausstel-lungen der Fotos brachten ein beachtliches Interesse hervor. Sie wurden im Anschluss an die Messe an Hunderten von Orten mit Hunderttausenden von Besu-chern gezeigt. Durch diesen Impuls wurde eine große öffentliche Diskussion in Gang gebracht. |
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Die Jugendfotografie in der freien (Jugendverbände, freie Trägerschaften) und offenen (behördlichen) Jugendarbeit wurde als förderungswürdig anerkannt. In vielen Jugendheimen, - Bildungs- und -Begegnungsstätten wurden Fotolabore eingerichtet. „Vorbildlich für die behördliche Initiative ist hier Nordrhein-Westfalen, wo beispielsweise im Bereich des Landschaftsverbandes Rheinland fast alle Heime der „Offenen-Tür“ (80) und „TeiI- offenen -Tür“ (340) mit Fotolabors ausgestattet sind); dass sich im Schutz dieser öffentlichen Anerkennung und Förderung überall Photoarbeitsgemeinschaften bilden; dass nicht nur von den bestehenden Arbeitsgemeinschaften und Interessenvertretungen, sondern auch von den freien Trägerschaften und der behördlichen Jugendpflege systematisch Photokurse durchgeführt werden; (so beispielsweise im Jahre 1966 von den Jugendämtern Nordrhein-Westfalens 282 mit 5166 Teilnehmern, davon Rheinland 71 Kurse mit 647, Westfalen-Lippe 211 Photo-Film-Kurse mit 4519 Teilnehmern); dass daneben ebenso systematisch Ausbilder- Lehrkurse für Sozialarbeiter und Jugendleiter ausgeschrieben werden.“ (1) 1962 wird der Deutsche Jugendfotopreis gegründet, der aus dem Wettbewerb Jugend photogra-phiert hervorgegangen ist. |
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Der Bedeutung der Entwicklung der Jugendd-photographie führte 1956/57 zur Gründung der Landesarbeitgemeinschaft Jugend photographiert. Neben der Organisation von Wettbewerben, dessen Ergebnisse gemeinsam mit dem deutschen Jugend-fotopreis auf der photokina ausgestellt wurden, war die Organisation von Seminaren und Fort-bildungen für Fotogruppenleiter und Pädagogen. Der Landes-arbeitsgemeinschaft schloss sich im gleichen Jahr die von Jugendlichen gegründete „Arbeitsgemeinschaft Junger Ama-teurphotographen, AJA“ (1956 gegründet -1983 aufgelöst), an.) Hinzu kamen die Bezirks-arbeitsgemeinschaften (BAG) in Düsseldorf/ Köln (1956 gegründet 1999 aufgelöst; Düsseldorf 1984 gegründet - 2007 aufgelöst), Detmold und Aachen. Die Gründung der Landesarbeitsgemeinschaft wurde besonders durch den Leiter der damaligen photokina-Bilderschauen Prof. Fritz Gruber gefördert. |
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photokina und photokina -Büro wurden eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Stütze der Entwicklung, weil sich hier, Dank der Weit- und Einsicht der Kölner Messedirektion, die kostenlos Büro und Einrichtung der „Jungen Photographie“ zur Verfügung stellte, ein Aktivitätszentrum entwickeln konnte, von dem ständig neue Initiativen ausgingen. Es wurde Sitz der sich nach der photokina 1954 bildenden Bundesarbeitsgemeinschaft Jugend photographiert (Vertreter der Bundesjugendverbände) und der Landesarbeitsgemein-schaft Jugend photographiert Nordrhein-Westfalen e.V. mit Sitz in Köln. Geschäftsführer beider Verbände war in Personalunion Hans Geifes. Mit der Auflösung des photokina-Büros und der Pensionierung von Prof. Gruber 1983 wurde der Vereinssitz der LAG nach Marl verlegt. Vom photokina-Büro aus wurden die Wettbewerbe der beiden Arbeitsgemeinschaften; die photokina-Ausstellungen zur Jugendfotografie, die jährlichen Wettbewerbe und Ausstellungen des „Deutschen Jugend-Photopreises“ 1961—1982 die photokina-Ausstellungen der Landesarbeits-gemeinschaft Jugend photographiert Nordrhein-Westfalen e.V.organisiert.
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| Die Themen der Fotowettbewerbe
Die ausgezeichneten Fotografien wurden in Wanderaus-stellungen in mehr als 400 Städten des In- und Auslandes vor Besucherzahlen, die in die Millionen gehen, gezeigt. |
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Dr. Gerhard Schröder förderte als Bundesinnenminister die Jugend-photographie von Beginn an; Dr. Franz-Josef Wuermeling (Bundesjugendminister) stiftete 1961 den Deutschen Jugend-Photopreis, der 1978 von der aufgelösten Bundesarbeitsgemeinschaft Jugend photographiert an das Kinder- und Jugendfilmzentrum Bundesrepublik Deutschland in Remscheid übergeht. Die Jugendfotowettbewerbe, die in Zusammenarbeit mmit der photokina ausgerichtet werden konnten, wurden in der Folge vom Deutschen-Jugenfotopreis in Remscheid übernommen. Sie werden auch wieder in der photokina in Köln präsentiert. |
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In Nordrhein-Westfalen nahm sich besonders der Arbeits- und Sozialminister Konrad Grundmann der Jugendfotografie an. Er übernahm die offiziellen Preisverleihungen der Themenwettbewerbe der Landesarbeitsgemeinschaft Jugend photographiert NRW e.V.. Zu nennen wäre hier auch Min.-Rat Willi Weber, der die Landesarbeitsgemeinschaft besonders in den frühen Anfangsjahren förderte. Heinz Gottschalk, Walter Koch, Max Schirmer, Fritz Burmeister, Toni Krämer und Walter Siebert waren Gründungsmitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Jugend photographiert Nordrhein-Westfalen (1957). Hinzu kamen Herbert Pott, Mitbegründer der Bezirksarbeitsgemeinschaft Jugend photographiert und filmt, Köln-Aachen und Günter Glöck, Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Junger Amateurphotographen, AJA.
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