Generationen

15 plus

"Im Fluss der Zeit"

ein intergeneratives Projekt zur künstlerischen Bildung und Medienarbeit

 

 

 

 

 

 

 

Das Projekt findet im Rahmen des "Pakt mit der Jugend" NRW statt.

An diesem mittlerweile dritten generationsübergreifenden, partizipativen Kunstprojekt beteiligten sich von Februar bis Juli 2010 15 Schülerinnen und Schüler und 15 Seniorinnen und Senioren in Dorsten (Alter 15 bis 95 Jahre). Die älteste Teilnehmerin verstarb einen Tag vor ihrem 96. Geburtstag.

Kooperationspartner sind die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Kunst und Medien, das Kulturbüro der Stadt Dorsten, die Geschwister-Scholl-Hauptschule und das Seniorenzentrum

St. Elisabeth.

Heidi Stein und Karlheinz Strötzel (beide von der LAG Kunst und Medien) und der Kunsterzieher Rolf Noack (von der Geschwister-Scholl-Hauptschule) führten das Projekt durch. Es fand im Rahmen von "Pakt mit der Jugend" des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration (MGFFI) NRW statt.

Der künstlerische Schwerpunkt des Projektes war die Landart und das künstlerische Bearbeiten von Naturmaterialien. Landart ist eine recht junge Kunst, in der das Gestalten mit Naturmaterialien in der Natur eine große Rolle spielt. Das Wort kommt aus dem englischen und heißt soviel wie Landschaftskunst. Diese Kunstrichtung ist Ende der 1960er Jahre in den USA entstanden.

Landart-Künstler gestalten ihre Werke ausschließlich aus Naturmaterialien und belassen sie am Ort ihrer Entstehung: in der Natur. Aus natürlichen Materialien wie Steine, Sand, Laub, Äste und Wurzeln, Lehm, Blüten, Gräser, Schnee, usw. entstehen interessante Bilder und Konstrukte. Auch in der Naturart werden für die Gestaltung Naturmaterialien verwendet. Land- und Naturart sind Kunstformen, die alle Sinne berühren, die Fantasie wecken und dazu beitragen, die Schönheit der Natur wahrzunehmen.

Das Kunstwerk selbst steht nicht unbedingt im Mittelpunkt, denn es geht vielmehr darum, mit dem zu bauen, was die Natur uns bietet. Und früher oder später wird das Kunstwerk wieder Teil der Natur. Von Bedeutung ist daher auch der Einfluss der Natur auf die Kunstwerke. Oft verändern Witterung und Wachstum der verwendeten Materialien das Kunstwerk. So entsteht Dynamik und Prozesshaftigkeit. Die Vielfalt der Materialien und Farben, die zu jeder Jahreszeit in der Natur zu finden sind, regen dabei immer zu neuen Ideen an.

 
 
LandArt-Projekte sind im Vorfeld nicht immer zu planen, daher kann nicht jede Idee einfach umgesetzt werden. Dies konnte die Gruppe aus Jugendlichen und Seniorinnen und Senioren bei einer Exkursion in den Wald erfahren. Hier wurde spontan verwendet, was die Natur gerade zu bieten hatte (Äste, Baumabschnitte, Blätter, Sägespäne, Rinden usw.). Aber genau das machte es spannend, denn man wusste nie, wie das Ergebnis hinterher aussehen würde. Das gesammelte Material aus dem Wald fand später auch Verwendung für die individuelle Gestaltung in der Gartenanlage des Seniorenzentrums.

 

Angeregt wurde die Gruppe durch die Bücher und den Dokumentarfilm „Im Fluss der Zeit“ des englischen Künstlers

Andy Goldsworthy, einem Vertreter der Natur- und LandArt. 

In den ersten kalten Monaten dieses Jahres wurde mit Holz, Naturmaterialien und Farbe im Gruppenraum gearbeitet. Die Auswahl der verwendeten Technik hing von den jeweiligen Interessen, den Ideen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Beteiligten, dem vorhandenen Material, dem Werkzeug und den räumlichen Gegebenheiten ab. Das Projekt hat gezeigt, dass sich durch die gemeinsame Arbeit ein enormes kreatives Potential bei den Beteiligten entwickelt hat.

 

     

     
                
   
   

             

     
 
       
   

LandArt-Projekte sind im Vorfeld nicht immer zu planen, daher kann nicht jede Idee einfach umgesetzt werden. Dies konnte die Gruppe aus Jugendlichen und Seniorinnen und Senioren bei einer Exkursion in den Wald erfahren. Hier wurde spontan verwendet, was die Natur gerade zu bieten hatte (Äste, Baumabschnitte, Blätter, Sägespäne, Rinden usw.). Aber genau das machte es spannend, denn man wusste nie, wie das Ergebnis hinterher aussehen würde. Das gesammelte Material aus dem Wald fand später auch Verwendung für die individuelle Gestaltung in der Gartenanlage des Seniorenzentrums.

 

Angeregt wurde die Gruppe durch die Bücher und den Dokumentarfilm „Im Fluss der Zeit“ des englischen Künstlers Andy Goldsworthy, einem Vertreter der Natur- und LandArt.  In den ersten kalten Monaten dieses Jahres wurde mit Holz, Naturmaterialien und Farbe im Gruppenraum gearbeitet. Die Auswahl der verwendeten Technik hing von den jeweiligen Interessen, den Ideen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Beteiligten, dem vorhandenen Material, dem Werkzeug und den räumlichen Gegebenheiten ab. Das Projekt hat gezeigt, dass sich durch die gemeinsame Arbeit ein enormes kreatives Potential bei den Beteiligten entwickelt hat.

 
   

 

Eine zierliche lange Kette aus zusammengesteckten Efeublättern wurde im Teich des Seniorenzentrums zu Wasser gelassen. Dieses lange grüne Band veränderte je nach Licht, Wind und Witterung seine Form und Farbe, mal über mal unter der Wasseroberfläche. Zu unterschiedlichen Zeiten wurden dann die fragilen „Kunstwerke“ fotografiert und dokumentiert.

Die von Jugendlichen und Seniorinnen und Senioren in partizipativer Arbeit geschaffenen Werke zeichnen sich auch durch ihre Vergänglichkeit aus. Dabei ließ sich die Gruppe durch Ort und Materialien beeinflussen und erarbeitete sich so ein gemeinsames Ergebnis.

 

Ein abgestorbener Baumstamm in einem kleinen Wäldchen von den Senioren gesichtet und ins Seniorenzentrum gebracht. Dort wurde er nach intensiver Diskussion mit den Jugendlichen gemeinsam bemalt. Auf dem Stamm sollten nach Intention der Beteiligten Figuren angebracht und das ganze Produkt dann im Schulteich verankert werden.

Für die Gestaltung der Figuren diente der „Himmelsstürmer“ am Kasseler Hauptbahnhof des Documenta-Künstlers Jonathan Borowsky als Anregung. Im Unterschied zu dieser Plastik ist auf dem bemalten Baum im Teich nicht nur eine Figur, sondern eine ganze Gruppe unterwegs.

      

Die farbigen Figuren entstanden in Anlehnung an den russischen Künstler Kasimir Malewitsch. Er verwendete einfache, kubistisch orientierte Grundformen wie Kugel, Kegel und Zylinder zur Darstellung seiner Figuren und ihrer Umgebung.

Jugendliche und Seniorinnen und Senioren erleben in diesem gemeinsamen generationsübergreifenden Projekt die vielfältigen Zugänge zur Welt der Farben und Formen, der gestalteten Räume und der bewegten Bilder.

Es sind gerade die unmittelbaren Begegnungen mit Kunstwerken und bildenden Künstlern, die die Wahrnehmung differenzieren und junge und alte Menschen zu eigenem Ausdruck und gemeinsamer Gestaltung ermutigen. Das Gespür für künstlerische Qualität und der Mut zu eigenem künstlerischen Ausdruck entstehen so in einem lebendigen Dialog.

Dabei sind Jugend oder Alter kein Privileg, etwas besser zu können.  Es geht nicht darum, für die ältere Generation etwas zu tun, sondern es gemeinsam mit jungen Menschen auf den Weg zu bringen.  

     

Präsentation der gemeinsamen Ergebnisse auf dem Schulfest der Geschwister-Scholl-Hauptschule am 9.7. und im Seniorenzentrum am 22.7. 2010

                                                                                            Vitrine in der VHS Dorsten

Ausstellung im "Dortmunder U" während des Jugendkulturfestivals SeeYou 16.-19.9.2010 in Dortmund "Projektbörse"

siehe auch 1. Projektseite der Website der LAG          

Artikel zum Projekt aus der

10.3.2010

1.5.2010 "Fragiles aus der Natur"   

Kunst aus der Natur 23.7.2010

3.9.2010 "Im Fluss der Zeit", Artikel zur Ausstellungseröffnung

7.9.2010 "In junge und alte Menschen investieren"

Artikel aus der WAZ Mit Liebe zum Detail... 8.9.10