Filmprojekt: „Mein Annen“

in Zusammenarbeit mit der Koordinationstelle für Jugendkulturarbeit/

Amt für Jugendhilfe und Schule der Stadt Witten

Anlass für das Projekt war die Situation der 10-14 jährigen Jugendlichen im Stadtteil Witten-Annen. Hier leben sehr viele Jugendliche mit Migrationshintergrund. Diese Gruppe fällt an vielen Stellen im Stadtteil negativ auf. Durch die jüngere Entwicklung in der Jugendarbeit, in der die Kinder- und Jugendbereiche oft inhaltlich und räumlich getrennt arbeiten, fallen sie oft durchs Angebotsraster.

Auf diese Situation haben die ortsansässigen Institutionen reagiert und sich zusammengesetzt. Es wurde überlegt, welche Möglichkeiten bestehen, diese Jugendlichen zu integrieren.

Um die Jugendlichen anzusprechen, ihre Bedarfe aufzudecken und auch vorhandene Angebote im Stadtteil zu publizieren, wurde das  Filmprojekt

„Mein Annen“ konzipiert. Das Projekt wurde in der Zeit von Oktober bis Dezember 2010 mit acht Jugendlichen realisiert.

 

  

Zunächst wurde an verschiedenen Orten im Stadtteil, an denen sich die Jugendlichen aufhalten, eine Filmbox aufgestellt. Hier konnten sie erzählen, was ihnen im Stadtteil gefällt/nicht gefällt. Welche Orte sie aufsuchen und welche Angebote sie wahrnehmen und auch was sie sich wünschen.

Nach der Bestandaufnahme wurden Lieblings-orte und Unorte im Stadtteil aufgesucht und gefilmt, 34 Jugendliche und Mitarbeiter in den Einrichtungen interviewt etc.. Mit diesem Material wurde ein DVD-Film realisiert.

Viele Jugendliche waren eigentlich sehr zufrieden mit ihrem Stadtteil, kannten aber nicht alle vorhandenen Angebote.

An einem Ort im Stadtteil haben die Kinder und Jugendlichen sich ein Klettergerüst gewünscht. Tatsächlich kann ihnen dieser Wunsch 2011 erfüllt werden. Sie werden in die Planung der Anlage mit einbezogen. Darüber hinaus haben sich verschiedene Institutionen zusammengetan, um spezielle Angebote für die Zielgruppe zu installieren, wie einen Kochkurs, ein Filmangebot etc. Und es werden weitere Schritte unternommen, um die vorhandenen Angebote transparenter zu gestalten.

Referent: Heinrich Müther-Scholz