Beton, der etwas andere Werkstoff.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Erich-Kästner-Hauptschule (Offene Ganztagsschule) in Bork

 

Das Modellieren mit Beton erfordert keinerlei Vorkenntnisse.

Schwerpunkt des Projektes waren sowohl die Planung der künstlerischen Ausgestaltung von „Sitzmöbeln“, als auch um die Heranführung Jugendlicher an künstlerische Arbeit sowie um die Umsetzung ihrer zuvor am Modell ausgearbeiteten Ideen.

Der Schulhof ist ein Raum, in dem sich die Jugendlichen nicht nur während der Schulpausen aufhalten, sondern auch in großem Maße in ihrer Freizeit außerhalb des Schulbetriebs. Da dieser Ort im Nachmittags- und Abendbereich häufig ein Bereich ist, an dem vermehrt Verunreinigung und Vandalismus zu beobachten ist, ist es notwendig, Jugendliche partizipativ in die Gestaltung ihres Aufenthaltsraums einzubeziehen. Sowohl bei der Planung als auch bei der Ausgestaltung brachten die Jugendlichen ihre Gestaltungsideen ein. So kann eine größere Akzeptanz der Jugendlichen gegenüber dem Raum „Schulhof“ als auch ein besseres Verständnis gegenüber künstlerischer Arbeit und der damit verbundenen kreativen Wertschätzung erzielt werden. Weiterhin kann der Umgang mit teuren Materialien ein Bewusstsein für deren sorgfältige Nutzung schaffen.

 

 

 
Anrühren des Betons

Da Schüler neben Skaten und Radfahren aber auch häufig in Gruppen auf dem Schulhof „herumhängen“, war dies ein Ansatz für die Gestaltung und das Anfertigen von Sitzgelegenheiten aus Beton. Das Endprodukt war ergebnisoffen geplant, um damit der eigenen Kreativität der Jugendlichen viel Raum zu geben.

Nach der ersten Planungsphase wurde von den Schülern Modelle erstellt. Von diesen Modellen wurden dann 10 zur Ausarbeitung ausgewählt. Dabei ist es wichtig, dass die Schüler das Für und Wider der einzelnen Modelle diskutieren und sich dann demokratisch zu einigen.

   

 
Erstellen der Betonhülle

Es wurden Gruppen gebildet, die für die Ausarbeitung je einer Sitzmöglichkeit Verantwortung waren. Dabei ist die altersmäßige Zusammensetzung der Gruppe nicht unbedingt homogen zustande gekommen. So konnten die älteren Schüler z.B. die körperlich schwereren Arbeiten vornehmen, aber auch jüngere durchaus Arbeitsprozesse ohne Hilfe der „Großen“ wichtige Arbeiten erledigen. Es ergab sich zwangsläufig ein Ineinandergreifen der Arbeiten innerhalb des Teams. Es profitierte jede Altersgruppe von der anderen. Nach den eigenen Entwürfen wurden dann die „Sitzmöbel“ bemalt.

Die Jugendlichen überraschten  durch handwerkliches Geschick. So wurden z.B. mit großer Präzision die Innenleben der Sitzgelegenheiten gemauert.

Referentin: Birgit Dickhaut LAG Kunst und Medien

Artikel aus den Ruhrnachrichten vom 29.5.09 PDF-Datei

 

 

 
Das Innenleben der Sitzbank wird gebaut
 
fertig - jetzt wird bemalt