Herne-Horsthausen unsere gemeinsame Heimat

 

 

Die Gesellschaft zur Förderung der Integrationsarbeit in Herne (gfi) war Träger des Projektes, die künstlerische und fotografische Leitung lag bei Karlheinz Strötzel, Landesarbeitsgemeinschaft Kunst und Medien NRW e.V.. Finanziell gefördert wurde das Projekt durch die „Aktion Mensch“.

 

Bei dem Projekt ging es darum, dass deutsche und ausländische Jugendliche gemeinsam „ihren“ Stadtteil entdecken und fotografisch festhalten. Vordringlich wurde darauf geachtet, dass Mädchen, insbesondere ausländische Mädchen, an der Aktion teilnehmen. Mit dem Folgende Ziele standen im Mittelpunkt:

• Einander kennen lernen von deutschen und ausländischen Jugendlichen
• Abbau von Vorurteilen
• Gemeinsamkeiten zwischen den Kulturen entdecken
• Deutschland insbesondere Herne-Horsthausen als gemeinsame Heimat entdecken
• Stärkung der Jugendlichen durch den Umgang mit Digitalkamera und Computer
• Stärkung der Jugendlichen durch die gemeinsame Arbeit im Projekt und die gemeinsame
  Planung der Präsentation der Projektergebnisse (Medienkompetenz).

  

 

   

 

Mit den Mitteln der Fotografie erlernen die Jugendlichen Möglichkeiten der Bildsprache kennen und können Verhaltens- und Sprachbarrieren und eigenes und fremdes Rollenverhalten hinterfragen. So stellte sich häufig die Frage, warum sich einige Menschen nicht fotografieren lassen wollten.

Manchen Betrachtern fehlen oft die Worte, wenn sie erklären sollen, wie sie ein Bild verstehen. Anderen kommen viele Worte in den Sinn, die sie ohne diese Bilder nicht  formulieren könnten. Hier zeigt sich eine notwendige Fähigkeit, um zu beurteilen, worauf sich Gesellschaften einlassen, sobald sie ihre Kommunikation, ihr Wissen und Gedächtnis nicht nur verbal, sondern auch über Bilder vermitteln. In der Diskussion um die fotografische Sichtweise der Jugendlichen liegt die Frage, wie sie ihren Stadtteil sehen und was ihnen wichtig ist. Fotografieren mit Jugendlichen mit medienpädagogischem Anspruch ist eine Chance Jugendliche anzuleiten, Dinge genauer zu betrachten, als dies üblicherweise im Alltag geschieht. Die gilt im Besonderen für die interkulturelle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.


 

  

Die Ergebnisse des Projektes sind in einer Dauerausstellung im Haus der gfi in  Herne-Horsthausen, Horsthauser Straße 171 zu sehen.