Ein Film wird gedreht

auf dem Betriebsgeländer der Energieversorgung Oberhausen - Videoworkshop vom 06.-10. und 13. Oktober 2008

LAG - Projekt in Zusammenarbeit mit dem Presseklub Oberhausen

 

 
   
 

Wie seit vielen Jahren waren junge Leute des Action-Guide auch in diesem Jahr willkommene Gäste bei der Energieversorgung Oberhausen. Zehn Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren trafen sich in der zweiten Hälfte der Herbstferien täglich von 9.30 bis 16.00 Uhr auf dem Betriebsgelände der evo, um gemeinsam einen Film zu drehen. Als erstes ging es darum ein Thema zu finden, aber hier einigten sich alle Beteiligten schnell: Es sollte ein Dokumentarfilm zum Thema Klimawandel und Globale Erwärmung werden.

 

Bei den Teilnehmern kam die Idee auf, ein Lied für den Film zu schreiben und aufzunehmen. Daraufhin teilten die Jugendlichen sich in zwei Gruppen auf. Die erste Gruppe wollte sich mit der Musik beschäftigen, die zweite mit den Recherchen zum Thema und dem Dreh. So wurden Informationen gesammelt, geeignete Drehorte gesucht und Interviews vorbereitet. Der Text für das Lied war am Ende des ersten Tages fertig, so dass bereits am näch-sten Tag der selbst komponierte Song „Der Wandel“ un-ter Studiobedingungen aufgenommen werden konnte.

 

Derweil drehte die andere Gruppe in einem ruhigen Park, um die Schönheit der Natur mit der Videokamera einzufangen. Als Gegensatz und Kontrast dazu wurde danach an einer Kraftwerkbaustelle die Kulisse mit stark qualmenden Industrieschloten gefilmt, denn durch dieses und ähnliches menschliches Einwirken, wie zum Beispiel das Auto fahren, wird in die Natur eingegriffen und der natürliche Treibhauseffekt wird so sehr verstärkt, dass dies die globale Erwärmung zur Folge hat.  

 

Doch die Jugendlichen beschäftigten sich auch mit einem anderen klimarelevanten Problemen, zum Beispiel dem Methanausstoß, der während des Verdauungsprozesses von Kühen, Schafen und anderen Tierarten geschieht. Ab hier bekam der Dreh des Films nicht nur eine ernste und manchmal moralisierende Seite, sondern auch eine sehr humorvolle. Diese wird sowohl durch das, während des Drehs entstandene Comedy-Konzept von „Bob TV“, als auch durch den Refrain des Liedes deutlich, indem es heißt: „Kühle rülpsen, Menschen pupsen, Pole schmel-zen... wo soll das nur hinführen?“.

               

Im Laufe des Workshops gewannen die Teilnehmer allerdings nicht nur neue Erkenntnisse über den Klimawandel, sondern vor allem auch zum Medium Film. Kameraführung und Tonaufnahme, sowie der Schnitt des gedrehten Materials am Computer mussten geübt werden. Welche Aufnahmen sollen in den Film und welche sind unbrauchbar? Woher kommen Ton und Musik, die dem Film unterlegt werden sollen? Wie wird ein Cover für die DVD gestaltet? Den Jugendlichen wurde deutlich, Video machen heißt viele Aufgaben gleichzeitig anzupacken.

 

Bei all der Arbeit war dem Team schon am zweiten Tag klar, dass die eingeplante Zeit nicht ausreichen würde, um den Film in einer Woche fertig zu stellen. Doch die Teilnehmer erklärten sich schnell bereit jeden Tag etwas länger zu bleiben, um die anstehende Arbeit gemeinsam zu bewältigen, denn ihnen lag viel an die-sem Projekt. Heraus kam ein sehr facettenreicher Film mit dem Titel „Schöne Aussichten“. Mit einer gelunge-nen Mischung aus ernsten Fakten, aber auch viel Humor und einem anschließenden Videoclip zum Song, spiegelt das Endergebnis sowohl das Interesse der Teilnehmer am Thema, als auch den Spaß am Drehen und Bearbeiten des Films wider.

           
 

 

Leitung des Projektes:

Jörg Briese, Medienpädagoge, Oberhausen

Den Film „Schöne Aussichten – Hinter den Kulissen des Klima-wandels“ präsentierten die Jugendlichen am Nachmittag des ersten Schultages nach den Ferien in den Räumen der Energieversorgung.

 
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