Fotoprojekt „Vereinte Nationen“ - 
Wir in Herne


   
 

Ein Gemeinschaftsprojekt der Landesarbeitsgemeinschaft Kunst und Medien NRW e.V., der Begegnungsstätte der AWO in Herne-Horsthausen, der Gesellschaft zur Förderung der Integrationsarbeit Herne e.V. mit Mitteln aus der Projektförderung der Landesvereinigung kulturelle Jugendarbeit, gefördert vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

In Herne und Wanne-Eickel  leben zurzeit Menschen aus ca. 120 Nationen zusammen.
Die Möglichkeit, Menschen aus der ganzen Welt in unmittelbarer Nachbarschaft anzutreffen, regte in diesem Fotoprojekt  zur Entdeckungslust und Gespräch an.

 
 

10 Jugendliche mit Migrationshintergrund nahmen Kontakt zu Menschen auf, die aus unterschiedlichen Nationen nach Deutschland gekommen sind. Dazu wurde von den Jugendlichen auch ein Fragebogen für ein Interview entwickelt. Das Interview war allerdings oft von Schwierigkeiten begleitet, da nicht alle aufgesuchten Personen ausreichend Deutsch verstanden.
Als Gründe für die Migration wurden vor allem folgende Motive genannt:  Politische Repressalien, Krieg, Angst, Familienzusammenführung und der Arbeitsplatz.  Auf die Frage was am Besten in Deutschland gefällt, waren Schwerpunkte das Leben in Freiheit, Sicherheit und Demokratie. Die Menschen leben teilweise schon seit mehreren Generationen in Deutschland.

 

 

Es gab insgesamt 16 Treffen  der Jugendlichen (von Oktober bis Dezember 2006), an denen gemeinsam diskutiert, Gespräche vor- und nachbereitet wurden und das Fotografieren und Auswerten auf dem Programm stand.
Im Projekt ging es um Menschen, bei denen mit Porträtfotos ihre Identität unterstrichen wird, um sie für andere lebendig zu machen. Die Porträts sollen Menschen zeigen, die nicht-deutscher Herkunft sind, die für immer, für längere oder kürzere Zeit in den Stadtgrenzen anzutreffen sind.
Aber das Fotografieren war nicht unproblematisch, da diese Menschen sich in der Regel nur ungern fotografieren lassen und in der Vergangenheit auch nicht immer gute Erfahrungen mit diesem Medium hatten. Es wurden daher nicht so viele Fotos gemacht, die notwendig für ein besonders gutes Ergebnis gewesen wären. Leider ließen sich auch nicht alle fotografieren oder zogen nach dem Interview ihre Bereitschaft  zur Mitwirkung am Fotoprojekt zurück.
Die Auswahl der Porträtierten wurde mit Hilfe von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der AWO und der Gesellschaft zur Förderung der Integrationsarbeit in Herne unterstützt. Die Staatsangehörigkeit spielte dabei keine Rolle. Weil es keine typischen Vertreter/ Vertreterinnen für ein Land oder eine Nation gibt, blieb die Auswahl auch dem Zufall überlassen. Dabei gab es Menschen, die viel zu erzählen hatten, aber nur ungern über sich selbst sprechen, andere, die sich Zuhörer wünschten. Entstanden sind ca.  30 Porträts mit Menschen aus Sri Lanka, der Türkei, Marokko, Afghanistan, Angola, Paraguay, Polen, Litauen, Italien und China.

 

 

 

   

Die Fotoausstellung wurde bisher in Herne, Dorsten und Aachen gezeigt.

 
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