Es gab insgesamt 16 Treffen der Jugendlichen (von Oktober bis Dezember 2006), an denen gemeinsam diskutiert, Gespräche vor- und nachbereitet wurden und das Fotografieren und Auswerten auf dem Programm stand.
Im Projekt ging es um Menschen, bei denen mit Porträtfotos ihre Identität unterstrichen wird, um sie für andere lebendig zu machen. Die Porträts sollen Menschen zeigen, die nicht-deutscher Herkunft sind, die für immer, für längere oder kürzere Zeit in den Stadtgrenzen anzutreffen sind.
Aber das Fotografieren war nicht unproblematisch, da diese Menschen sich in der Regel nur ungern fotografieren lassen und in der Vergangenheit auch nicht immer gute Erfahrungen mit diesem Medium hatten. Es wurden daher nicht so viele Fotos gemacht, die notwendig für ein besonders gutes Ergebnis gewesen wären. Leider ließen sich auch nicht alle fotografieren oder zogen nach dem Interview ihre Bereitschaft zur Mitwirkung am Fotoprojekt zurück.
Die Auswahl der Porträtierten wurde mit Hilfe von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der AWO und der Gesellschaft zur Förderung der Integrationsarbeit in Herne unterstützt. Die Staatsangehörigkeit spielte dabei keine Rolle. Weil es keine typischen Vertreter/ Vertreterinnen für ein Land oder eine Nation gibt, blieb die Auswahl auch dem Zufall überlassen. Dabei gab es Menschen, die viel zu erzählen hatten, aber nur ungern über sich selbst sprechen, andere, die sich Zuhörer wünschten. Entstanden sind ca. 30 Porträts mit Menschen aus Sri Lanka, der Türkei, Marokko, Afghanistan, Angola, Paraguay, Polen, Litauen, Italien und China.
|
|
|