Die Landesarbeitsgemeinschaft
Kunst und Medien NRW e.V.

In der Landesarbeitsgemeinschaft Kunst und Medien haben sich 2000 die Bereiche Bildende Kunst, sowie Fotografie, Film/Video und neue Medien zusammengeschlossen. Dabei können die Bereiche Bild und Form und Fotografie und Film auf eine mehr als 50jährige Geschichte zurückblicken.

 

Projekte und Veranstaltungen im Bereich Bildende Kunst greifen auf eine schier unerschöpfliche Basis künstlerischer Werkstoffe und Verfahren zurück. Zum Einsatz kommen bewährte Techniken ebenso wie vergessene, wiederentdeckte, innovative oder experimentelle; von der kreativen Sinneserfahrung über das Glasverschmelzen (Fusing) bis hin zum Papierschöpfen aus Pflanzenmaterial, Buchbinden, Landart und Naturerfahrung. Im Umgang mit Werkstoffen wie Glas, Leder, Holz, Papier, Textilien, Keramik, Metall,  werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihrer eigenen Fähigkeiten bewusst und erproben kreative Ausdrucksmöglichkeiten.

Kinder und Jugendliche brauchen vielfältige Zugänge zur Welt der Farben und Formen, der gestalteten Räume der bewegten Bilder In allen Phasen der institutionellen frühkindlichen und schulischen Bildung sind er gerade die unmittelbaren Begegnungen mit Kunstwerken und bildenden Künstlern, die die Wahrnehmung differenzieren und junge Menschen zu eigenem Ausdruck, eigener Ge­staltung ermutigen. Das Gespür für künstlerische Quali­tät, der Mut zu eigenem künstlerischen Ausdruck und der Resistenz gegenüber manipulativ benutzten Bilderwelten können nur in einem lebendigen Dialog entstehen, der einerseits historische Entwicklungslinien aufnimmt und anderseits Offenheit für alle Facetten experimenteller künstlerischer Gestaltung fördert.“ Bundestagsdrucksache 16/7000, S. 389,  Deutscher Bundestag 16.Wahlperiode.

Die LAG ist bestrebt, die Interessenslagen der Kinder und Jugendlichen, ihre symbolischen, sinnlichen, medialen Wahrnehmungs- und Ausdrucksformen aufzunehmen und als Brücke zu einer kreativen Auseinandersetzung mit allen Formen zeitgenössischer Bildender Kunst zunutzen.

Wenn es um Medien geht, sind damit meist die so genannten „Neuen Medien“ gemeint. Seit die digitalen Kameras den multimedialen Markt mit erschwinglichen Preisen erobern, gehören besonders auch Kinder und Jugendliche zu ihren beliebten Nutzern. Sie sind von den neuen Möglichkeiten des „schnellen Bildes“ fasziniert. Jetzt sind Lehrer und Pädagogen gefragt, mit den neuen Möglichkeiten des Imaging Kindern und Jugendlichen die kulturelle Bedeutung der Bilder samt ihrer Grammatik zu vermitteln.

Denn: Fotografie ist nicht nur das visuelle Leitmedium unserer Zeit geworden. Bilder in Fernsehen, Werbung und Internet dominieren die Sichtweise von Kindern und Jugendlichen auf die Welt. Bilder „lesen“ lernen, ihre Botschaften zu entschlüsseln und ihren Rezipienten die Welt der Bilder näher zu bringen, will die LAG im Rahmen ihrer Projekte und Veranstaltungen vermitteln.

In ihrer pädagogischen Arbeit, der „visuellen Alphabetisierung“, nutzt sie daher bevorzugt die Digitaltechnologie, die ein bislang noch nicht gekanntes Spektrum an Gestaltungs-möglichkeiten eröffnet.

Dabei werden analoge und digitale Techniken gleichermaßen behandelt – von einfachen Techniken wie Fotomalen, Fotobatik und Fotogramme auf Fotopaper über die Lochkamera, welche die Kamerafunktion noch sinnlich erfahrbar macht, über Webdesign, Bildbearbeitung, Computerspielgestaltung und Video bis hin zu Digitalfotografie mit Kamera oder Handy. So verbindet die LAG  in ihren Projekten auch klassische Bereiche der Bildenden Kunst mit den Medien der Multimedia-Gesellschaft.

„Neue Medien schaffen die Möglichkeit, Schrift Bild und Ton auf völlig neuartige Weine zu kombinieren und zu verwenden. Das Internet ais ein Medium, das sehr viel Text transponiert hat die traditionelle Schriftkultur aufgenommen und weiterentwickelt. Neue Formen der Bildkultur werden durch grafisch immer perfektere Computerspiele ausgeprägt. Durch die als Konvergenz der Medien bezeichnete Entwicklung verlieren die einzelnen Medien ihre klaren Funktionszuweisungen: Radio und Fernsehen senden im Internet, Mobiltelefone sind gleichzeitig Fotoapparate und von Büchern werden mehr und nicht Audiofassungen auf CD/DVD abgesetzt. Der souveräne und kompetente Umgang mit diesen Medien, von allem die kritische Nutzung neuer Medien, ist heute eine unverzichtbare Schlüsselkompetenz. Medienkompetenz umfasst das Wissen über und von Medien, die Nutzung und eigene Gestaltung von Medien, wie auch die Eigenschaft, sich kritisch und reflektiert mit ihnen auseinanderzusetzen. Die Eigenschaften und Anwendungsfelder sind vielfältig und machen Medienkompetenz zunehmend zur kulturellen und beruflichen Basisqualifikation in allen Schichten der Gesellschaft. Neue Medien haben die Eigenschaft, dass nie sowohl Kompetenzen erfordern als auch Kompetenzen vermitteln. Dazu gehören unter anderem Symbol- und Bildsprachenkompetenz, Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit sowie Text- und Sprachkompetenz, des Weiteren die Fähigkeit mit neuen Medien sowohl rezeptiv und produktiv als auch kritisch und reflektiert umzugehen. Nur wer in der Lage ist, Medienangebote kritisch zu rezipieren, kann sich auch produktiv mir ihnen auseinandersetzen. Insbesondere Kinder und Jugendliche müssen kompetent darin unterstützt und begleitet werden die kreativen Wahrnehmungs- und Ausdrucksmöglichkeiten neuer Medien zu erschließen und gleichzeitig die mit unkritischem Medienkonsum einhergehenden Gefährdungen abwehren zu können.“ Bundestagsdrucksache 16/7000, S. 389,  Deutscher Bundestag 16.Wahlperiode.

 

Zusammenarbeit
Die Erfüllung der Aufgaben erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den ihr angeschlossenen Bezirksgemeinschaften Kunst und Medien im Rheinland und Ostwestfalen-Lippe.
Die Landesarbeitsgemeinschaft wird mit Mitteln aus dem Kinder- und Jugendfördergesetz NRW gefördert und ist Mitglied der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit LKJ.

 
     
     
    weiter